2015-04-09 19.58.00

Die eZigarette, in China 2003 entwickelt (und erfunden) und dort auf den Markt gebracht, erfreut sich heute größter Beliebtheit … auch in good old germany.
Anders als beim klassischen Rauchen, wird kein Tabak mittels Verbrennung/Verglühen konsumiert, sondern eine Flüssigkeit (Liquid) meist bestehend aus Propylenglycol (Lebensmittelzusatzstoff E 1520), Glycerin (Lebensmittelzusatzstoff E 422), Wasser, geringen Teilen von Lebensmittelaromen und Nikotin verdampft, man spricht umgangssprachlich also nicht von Rauchen, sondern vom Dampfen.

Aufgrund dieses kleinen aber wichtigen Unterschiedes kann also gefahrlos im Rauchverbot gedampft werden, sofern keine anderen Regelungen gelten, wie beispielsweise bei der deutschen Bahn, welche in ihren Zügen das Dampfen ausnahmslos untersagt.

Soweit eine kleine grobe Beschreibung zum Unterschied.

Die eZigarette wird häufig parallel zur Tabakentwöhnung von der Zigarette benutzt, natürlich in Verbindung mit Liquids, welche keinen Tabak enthalten.
Dazu gab es einige Studien (wikipedia.de):

  • “Obwohl die Probanden nicht vorhatten mit dem Rauchen aufzuhören, konnte bei einer Studie kurz nach dem Beginn des E-Zigarettenkonsums eine beträchtliche Reduzierung des Tabakzigarettenkonsums, um mehr als 50 %, festgestellt werden. Abschließend verglichen die Autoren die Rauchstopprate der 8,7 % Probanden welche nach zwölf Monaten noch abstinent waren mit der Durchschnittlichen Rauchstopprate in Italien (0,02 %).”
  • “Diese Ergebnisse werden durch eine im Dezember 2014 in der Cochrane Library veröffentlichten Übersichtsarbeit bestätigt, laut dieser werden die Erfolgschancen auf einen dauerhaften Rauchtstopp von 4 % auf 9 % mehr als verdoppelt. Hinzu kommt, dass 36 % derjenigen die Nikotinhaltige Liquids und Tabak gleichzeitig konsumieren (sogenannte “Dual-User”) ihren Tabakkonsum um mindestens die Hälfte reduzierten.”

Aber wie bei allen neuen Produkten gibt es auch Kritiker, welche ohne Nachweise alles neue verteufeln.
So zeigt eine im Januar 2015 veröffentlichte Studie auf, dass nichtrauchende Jugendliche an eZigaretten eher nicht interessiert sind, dass aromatisierte Liquids eher keine Anziehungskraft auf Jugendliche ausübt. Auch interessant dazu ist die Seite unter http://blog.rursus.de.
Die Kritiker: “Von manchen Kritikern der elektrischen Zigarette wurde die Besorgnis geäußert, dass dadurch das Rauchen wieder gesellschaftsfähiger würde und dass insbesondere Jugendliche dies als einfachen Einstieg in den Tabakkonsum benutzen könnten.”, also zum einen das komplette Gegenteil der Studien, und zum anderen wieder einmal das wirre Verwürfeln von “Rauchen” und “Dampfen”, was wie eingangs beschrieben ja zwei gänzlich verschiedene Dinge sind.

Nun plant der Gesetzgeber ein Gesetz, welches Jugendlichen unter 18 Jahren das Dampfen verbieten soll … mich würde mal die Begründung dazu interessieren!

E-Zigaretten gehören nicht in Kinderhände

Das erklärte Agrarminister Christian Schmidt der “Bild”-Zeitung. “E-Shishas und E-Zigaretten gehören nicht in Kinderhände“, sagte Schmidt. Das werde er gemeinsam mit der Familienministerin und der Drogenbeauftragten sicherstellen. 530000 Kinder und Jugendliche greifen regelmäßig zu elektronischen Zigaretten.

“Der Konsum der nikotinfreien E-Zigaretten führt viele Kinder zum Rauchen von echten Tabak-Zigaretten“, warnte Schmidt. “Das müssen wir unterbinden.“

Fürchtet ein Verband um Einnahmen, wird dem Gesetzgeber mal eben schnell eine verbietende Gesetzesvorlage gebastelt … ja nee is klar.
Ich werde mir jetzt jedenfalls erstmal eine eZigarette kaufen und der Tabakindustrie den Stinkefinger zeigen :)

2015-04-06 12.56.41

Kurzzeitkennzeichen, jeder hat sie schonmal gesehen.
Das sind die mit dem gelben Feld auf der rechten Seite, in welchem das Gültigkeitsablaufdatum eingestanzt ist. Diese wurden einst eingeführt als Ersatz für die roten Kennzeichen, welche fortan nur noch gewerblich genutzt werden dürfen, aber nicht mehr durch Privatleute.

War es bis vor kurzem noch so, dass man mit diesen Kennzeichen Fahrzeuge ohne HU überführen und allgemein fahren durfte (ausser im gewerblichen Verkehr), und man diese Kennzeichen auch ohne Nennung von Fahrzeugtyp, Baujahr, Standort etc erhalten hat, wurden nun ein paar Änderungen eingeführt, die den unbeschwerten Kauf und Transport von älteren Fahrzeugen abermals deutlich erschwert.

Ab 01. April 2015 erfolgt die Zuteilung von Kurzzeitkennzeichen nur noch dann, wenn der Antragsteller der Zulassungsbehörde

  • die Papiere für das Fahrzeug und die evb-Nummer (Versicherung) vorlegen kann,
  • eine gültige HU (bei Lkw zusätzlich eine gültige SP) vorweisen kann,
  • für das betreffende Fahrzeug mittels Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder Kaufvertrag fahrzeugrelevante Daten vorweisen kann.

Das heisst, bei autoscout24/mobile/eBay etc pp. mal eben schnell ein Auto besichtigen, per Telefon den Kauf zusagen, schnell gelbe Kennzeichen holen und ab in die Bahn zum Auto gehört der Vergangenheit an!

Ist das zu bewegende Fahrzeug ohne HU, darf es NUR innerhalb dem Zulassungsbereich zu einer Prüfstelle (TÜV/DEKRA/GÜS/etc) fahren, die eine HU (SP) vornimmt.
Darüber hinaus sind mit diesem Fahrzeug Fahrten zu und von einer im Zulassungsbezirk liegenden Werkstatt gestattet, um eventuell vorhandene Mängel am Fahrzeug beseitigen zu lassen.
Aber VORSICHT! Sind Fahrzeuge im Ergebnis der Hauptuntersuchung als verkehrsunsicher eingestuft, gilt diese Regelung nicht mehr!

Fazit:
Eine weitere Änderung, um es den (neuen) Besitzern von alten Fahrzeugen (noch) schwerer zu machen, eben solche zu erhalten und zu bewegen. Alte Autos können nur schwer überwacht werden und bringen der Wirtschaft (in diesem Fall den Fahrzeugherstellern) nicht die erwünschten Umsätze – also weg damit.

Ja nee is klar …